Henna

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Henna

Geschichte

Henna ist ein Farbstoff, der aus den Blättern, Blüten und anderen Pflanzenteilen des im persischen Raum vorkommenden Henna-Strauches gewonnen wird, und dient zur Tönung von Haut (durch Tattoos), Haar oder Stoffen. Auch Leder, Felle sowie Hufen und Mähnen von Pferden werden damit getönt.
Ursprünglich stammt die Hennapflanze vermutlich aus den Mittelmeer-Ländern und dem vorderen Orient.
Heute wird Henna auf riesigen Plantagen vor allem in Indien, Ägypten und Nordamerika kultiviert.
Die Blätter des Strauches werden während der Blütezeit geerntet. Die jüngsten Sprosse, die die grösste Färbekraft haben, werden getrennt von den anderen gesammelt. Sie dienen vor allem zum Färben der Haut. Die älteren Blätter besitzen dagegen weniger Färbewirkung und werden wie die Stängel für Shampoos und Haarfärbemittel verwendet.
Die Verarbeitung der Blätter ist immer gleich; es kommt nicht darauf an, in welcher Jahreszeit sie geerntet werden. Nach der Ernte werden die Blätter getrocknet und in Mühlen zu Pulver gemahlen. In Säcken verpackt gelangen sie zu den Zwischenhändlern in aller Welt.

Unterschiedliche Anwendungsbereiche

Henna

Wie erwähnt hat Henna eine färbende Wirkung. Um möglichst viele verschiedene Farbnuancen zu erhalten, kann Henna auch mit anderen Farben gemischt werden. Hier die geläufigsten Beispiele:

INDIGO:
Ergibt einen dunklen blauroten Farbton.

KAMILLE:
Gelb. Ergibt ein helles Rot.

VASHAMA:
Grün. Pflanze, die in Indien, Pakistan und Iran wächst und eine tiefgrüne Farbe ergibt.

KARCHAK:
Grün. Bohne, die meist noch mit Vashama vermischt wird und ein starkes Grün ergibt.

LOTE:
Stammt von einem Baum und ist grünblau. In der Mischung mit Henna erreicht man sehr dunkle Brauntöne.

Mit dem Vermischen von dunklen Farben mit Henna erreicht man dunkelbraune bis schwärzliche Farbnuancen. Man wird aber nie ein reines Schwarz erhalten, weil es nicht möglich ist, ohne chemische Zusätze eine schwarze Farbe zu erreichen.
Schwarzes Henna kommt in der Natur nicht vor, wie das viele meinen! Produkte, die ein tiefes Schwarz versprechen, enthalten immer reichlich chemische Zusatzstoffe (z. T. Teer), die meist sehr schädlich für die Haut sind und Allergien hervorrufen können. Neben ihrer färbenden Wirkung hat Hennapaste eine stark kühlende Wirkung.
Gerade in den Regionen, in denen der Hennastrauch ursprünglich wächst, hat man seit Jahrhunderten jede Möglichkeit genutzt, den Körper bei besonders hohen Temperaturen auch von aussen zu kühlen.
Aus diesem Grund hat die schweisshemmende und kühlende Wirkung von Hennacremes und -lotionen eine Jahrtausend alte Tradition.
Bis heute werden in diesen Ländern während der heissen Jahreszeiten die Handinnenflächen und Fusssohlen mit Hennapaste bestrichen.
Noch Tage nach der Bemalung empfindet man nicht nur die behandelten Stellen als deutlich kühler, die Kühle scheint auf den gesamten Körper auszustrahlen.
Die Hennapflanze enthält zudem viele heilende und pflegende Wirkstoffe und gilt als Zaubermittel für einen schönen Körper und einen gesunden Geist.
Aus diesem Grund findet man sie in der Ayurveda-Medizin ebenso wie in der Heilkunst Asiens und Afrikas.
Die Nutzung von Henna hat in vielen Ländern eine lange Tradition, und auch heute verwendet man Pflanzenteile nicht nur zur Körperbemalung, sondern auch als Basis zahlreicher gesundheitsfördernder Hausmittel.
Ausserdem benutzen Frauen bereits im alten Ägypten die Wirkstoffe des Hennas und rührten sich hautglättende und duftende Körperöle.
Sie zerrieben dazu die wohlriechenden Hennablüten und mischten sie mit Olivenöl zu einer geschmeidigen Paste.
Trotz grosser Nachfrage kann Henna auf dem Markt selten als Heil- oder Pflegemittel gekauft werden.
Man muss sich daher seine Kosmetika, Salben und Tees selber mischen. Beim Selbermischen ist es wichtig, nur reines Henna zu verwenden, denn mit chemischen Zusätzen können allergische Hautreaktionen auslösen.

Reines Henna kann angewendet werden bei Kinderkrankheiten wie Windpocken und Fieber
als Sonnenschutzmittel: an mit Henna bemalten Stellen schwitzt man weniger was die Haut schützt
Wundsalben mit Henna lindern Entzündungen und leichte Verbrennungen


Henna-Rezepte

After Sun Creme

Zutaten:
Kamillenöl, 200 ml pH-neutrale, unparfümierte Bodylotion, 2 TL neutrales Henna.
Zubereitung:
2-4 Tropfen Kamillenöl unter die Bodylotion mischen
Die Mischung mit dem Hennapulver zu einer geschmeidigen Creme verrühren und diese danach in ein gut verschliessbares Glas füllen.

Nagelbalsam

Zutaten:
ca. 50 bis 60 gr. Vaseline, 1/2 TL neutrales Henna
Zubereitung:
Vaseline im Wasserbad leicht erwärmen und das Hennapulver einrühren.
Balsam in kleine Dosen füllen und kühl lagern.
Täglich eine Fingerspitze voll Paste gründlich in jedes Nagelbeet einmassieren.

Mehndis

Die Kunst der Körperbemalung

Henna

Als Mhendi wird die Kunst der Körperbemalung mit einer speziell angerührten Paste aus getrockneten, zerstossenen Hennablättern bezeichnet. Henna wird dabei auf die Haut aufgetragen, wo es mehrere Stunden verbleibt und eine Verbindung mit Teilen der Oberhaut eingeht, wobei ein anfangs rötlicher, später bräunlicher Farbton zurückbleibt, der nach einigen Wochen wieder verschwindet.
Die zu kosmetischen Zwecken aufgebrachten Bemalungen mit Henna sind schon seit dem Altertum bekannt. So wurden in Ägypten Mumien mit Henna-Bemalungen gefunden.
In Indien und im Vorderen Orient wird Henna auch heute noch an Festtagen zu filigranen Körperverzierungen an Händen und Füssen benutzt.
Bis heute glaubt man in den Ursprungsländern der Mehndi-Kunst, dass die aufgemalten Muster und Formen magische Kräfte besitzen. Vor allem in Indien werden viele Frauen für Feste und religiöse Zeremonien reich bemalt, gerade bei Hochzeiten.
Dabei werden mit Hennapaste filigrane Muster auf den Körper der Braut gemalt.
Natürlich ist dies auch als Schmuck gedacht, doch hat jedes Ornament eine spezielle Bedeutung und soll dem jungen Brautpaar Glück bringen, die Fruchtbarkeit fördern und dazu beitragen, dass die Ehe liebevoll und glücklich wird.
Bei manchen Hochzeitszeremonien wird auch der Name des Bräutigams in die Zeichnung eingemalt. Diese Prozedur dauert bis zu drei Tagen. Während der Prozedur wird die Braut auf ihre Rolle als Ehefrau und Geliebte vorbereitet. Sie ist dabei keinen Augenblick alleine und wird gepflegt, gefüttert und an- und ausgezogen.
Im Gegensatz zu den Körperbemalungen im grösstenteils hinduistischen Indien, dürfen im Islam keine Lebewesen abgebildet werden.
Auch verzichten die islamischen Frauen darauf, ihre Arme und Schienbeine zu bemalen.
Nicht in allen islamischen Staaten hat sich die Mehndi-Tradition jedoch bewahren können.
Im Iran etwa ist die alte Kunst beinahe in Vergessenheit geraten.
In Ländern wie Marokko, Ägypten und Sudan lebt der Mehndi-Kult hingegen noch fort.
Auch in der Türkei schmücken die Frauen ihre Hände zur Hochzeit noch mit Henna.
Allerdings sind die türkischen Mehndis weniger filigran als jene in Marokko oder dem mittleren Osten.
In Europa wurde die Mehndi-Kunst vor allem von Popstar Madonna salonfähig gemacht.
Tatoos und Hennazeichnungen sind auch hierzulande sehr gefragt. Häufig werden an Touristenorten als «Henna-Tatoos» angeboten. Die Gefahr liegt dabei darin, dass dem Henna weitere Chemikalien beigegeben wurden, die nach mehreren Wochen zu anhaltenden allergischen Reaktionen führen können.
Als Naturprodukt konnte sich die Henna-Haarfärbung gegenüber chemischen Färbungen etablieren.

Rezeptanleitung für Mehndi-Färbungen

Durch verschiedene Zutaten kann die Farbe der Mehndis auf der Haut dunkler, heller, intensiver oder haltbarer gemacht werden:

Um der Paste einen speziellen Duft zu verleihen kann anstelle von Eukalyptusöl etwas Nelkenpulver oder Nelkenöl beigefügt werden.

Für eine kräftigere Farbe können Granatapfelscheiben, Blütenblätter der Rosen oder Paprikapulver beigemischt werden.
Für eine dunklere Färbung mischt man Rotwein oder rote Zwiebelschalen dazu.

Kaffee, Walnussschalen oder Tamarinde verleihen der Farbe eine bräunliche Note.

Zitronen und Limonen fixieren das Mehndi und lassen es lange schön (es verblasst weniger schnell).

Die Vorbereitung der Paste

Um allergische Hautreizungen zu vermeiden, müssen sowohl das Henna als auch alle anderen Zutaten einem Hauttest unterzogen werden.
Hilfsmittel: alte Zeitung und T- Shirt, Plastikhandschuhe, Sieb, Topf Baumwollpads, Plastikgabel. Als erstes rührt man die Hennapaste an. Für ein gutes Gelingen ist es wichtig, alle Hilfsmittel griffbereit zu haben.

Zuerst den Arbeitsplatz gut mit Zeitung abdecken, das alte T-Shirt anziehen und die Hände mit den Handschuhen schützen, denn die angerührte Paste ist eine dauerhafte Farbe und hinterlässt schon an kleinsten Stellen Flecken, die nur schwer zu entfernen sind.

Hennapulver mit dem Sieb von gröberen Partikeln reinigen. Die Flüssigkeit (Wasser und allfällige Zutaten) vorbereiten und zum Henna giessen, bis eine dickflüssige Paste entsteht.

Einige wichtige Tipps:

Am besten abgekochtes Leitungswasser verwenden.
Zum besseren Fixieren kann anstelle von Wasser auch Limonen-Tee oder Kaffeesud verwendet werden.
Paste nach dem Anrühren 4-8 Stunden zugedeckt ziehen lassen, damit sich der Farbstoff Tannin voll entwickeln kann.

Damit das Mehndi regelmässig abgebildet wird, sollte man sich rechtzeitig die Haare rasieren, um allfällige Hautirritationen zu beruhigen.
Mit einem Peeling entfernt man abgestorbene Hautschüppchen und unterstützt damit die Langlebigkeit des Mehndis.
Die gereinigte Stelle mit einem alkoholfreien Gesichtswasser abtupfen. Keinen Alkohol verwenden, weil die Haut sonst zu sehr austrocknet.
Nun kann die Paste aufgetragen werden. Zum Trocknen mit Watte und einem lockeren Verband abdecken und am besten über Nacht einwirken lassen. Am Morgen die verkrustete Farbe abkratzen, nie abwaschen

Henna Haarfärbungen und Tönungen

Colour Mousse Schnelltönungsschaum und Shampoo:

Sehr geeignet für Personen, die schnell eine andere Haarfarbe möchten, z. B. für einen speziellen Anlass. Ist auch zum Nachtönen geeignet, haftet aber nicht lange.
Deckt graue Haare zuverlässig ab.

Tönungsschaum auf das handtuchtrockene Haar auftragen und mit dem Kamm gleichmässig verteilen. Schaum muss nicht ausgespült werden.
Das Shampoo kann auf das trockene Haar aufgetragen werden. Genügend Shampoo auftragen, etwa 5 bis 10 Minuten einwirken lassen und danach ausspülen.

Henna Plus Haarwunder-Tönung

Diese Tönung ist Tönung, Pflege und Regeneration in einem.
Um eine noch breitere Farbpalette zu erhalten, können verschiedene Farben problemlos gemischt werden.

Vorsicht ist bei hellen Haaren geboten, weil sich die Einwirkungszeit da auf 15 bis maximal 45 Minuten verkürzt.
Tönung nicht auf blondiertes oder anderweitig chemisch behandelte Haare anwenden, da sie sich grün färben könnten
Nach frischen Dauerwellen empfiehlt sich zuerst das Auftragen einer Hairmask oder Vitamin Wax-Therapie (zur Pflege und zum Verfeinern der Haare, weil dauergewelltes Haar poröser ist).
Die Einwirkungszeit beträgt nur 15 bis 20 Minuten.
Der Farbeffekt von Henna Plus hält in der Regel etwa 10 bis 12 Haarwäschen an. Bei porösem Haar besteht die Möglichkeit, dass der Farbeffekt länger anhält.
Die Tönung kann auch bei bis zu 20% ergrautem Haar angewendet werden. Bei über 20% verwendet man am besten das spezielle Tönungsmittel Color Grey.
Die Tönung kann nicht zum Färben von Wimpern und Augenbrauen verwendet werden.

Tipp: Wenn man die Farbe gerne etwas intensiver hätte, kann man die Tube vor der Anwendung etwa 5 Minuten ins warme Wasser stellen.

Cachet Kosmetiklinie

Olive

Shower Gel:
Sehr gut, auch für empfindliche Haut. Sehr ergiebig.
Body Cream:
Ist sehr geschmeidig. Zieht gut ein und hat einen angenehmen Duft.
Hand Creme:
Zieht gut ein. Duft nicht aufdringlich. Für sehr trockene Haut nicht geeignet.
Massageöl:
Ist sehr fein, zieht sofort ein. Kein öliger Film auf der Haut. Dezenter Duft, erfrischend. Für Massage eventuell zu wenig ölig.
Body Scrub:
Sehr angenehmer Duft. Belebt die Haut und macht sie geschmeidig.

Musk

Shower Gel:
Duftet angenehm und lange. Trocknet die Haut aus. Für empfindliche Haut ungeeignet.
Body Cream:
Zieht nicht schnell ein. Angenehmer Duft. Nährt die Haut gut und ist sehr hautverträglich.
Deo:
Ist sehr angenehm und riecht gut. Gibt keine Flecken an Kleidern und Ärmelrändern, sehr mild.



Die Cachet-Kosmetiklinie wird ohne Tierversuche hergestellt!




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