Massage

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Geschichte

Massage ist eine Form gestalteter Berührungen. Die Hände oder andere Körperteile wie Unterarme und Ellenbogen werden dazu eingesetzt, über die Haut zu gleiten und durch unterschiedliche Bewegungen wie Streichen, Reiben, Kneten und Pressen Druck auf die darunter liegenden Muskeln auszuüben.
Das kann besänftigend oder anregend sein und Körper und Geist beeinflussen.

Massage wird schon seit Jahrhunderten praktiziert. Die alten Ägypter, Griechen und Römer bedienten sich der Massage zu Zwecken der Heilung und Gesundheit sowie zum Vergnügen.
In Indien, China und Japan gehört die Massage zur ganzheitlichen Medizin.

Zum therapeutischen Effekt einer Massage gehören das Auflösen von Muskelverspannungen und die Festigung der Muskulatur. Sie stimuliert den Kreislauf und das Lymphsystem. Durch zu viel oder zu wenig körperliche Bewegung können sich die Muskeln verhärten, es sammeln sich Abfallprodukte an.
Massage bewirkt die Beseitigung solcher Abfälle und Ballaste und hilft den Muskeln zurück zu ihrer normalen Funktion. Durch die Massage verbessert sich auch der Zustand unserer Haut, unseres grössten Organs.
Via vegetatives Nervensystem kommt es zur allgemeinen Entspannung des Körpers, was uns hilft, Stress abzubauen. Während wir immer grösseren Wert auf schöne, glatte Haut legen und straffen, bräunen, pflegen, piercen und tätowieren, geht eine ganz einfache und elementare Form von Hautpflege fast verloren: das Berühren, Streicheln und Massieren.

Schon mit acht Wochen - lange bevor er sehen oder hören kann - besitzt ein Embryo Sinneszellen für Berührungen. Er fühlt das warme Fruchtwasser um sich herum, spürt, wenn er an die Wände der Gebärmutter stösst, registriert den Druck von aussen, wenn Hände sanft den Bauch seiner Mutter streicheln.
Der Schlüssel dafür liegt auf der Haut. Sie ist mit Millionen von hoch sensiblen Nervenenden versehen, die dem Gehirn jede noch so leichte Berührung melden.
Ein münzengrosses Stück Haut enthält etwa fünfzig solcher Rezeptoren. In den Fingerspitzen und den erogenen Zonen - wie Lippen, Zunge, Genitalien, Brustwarzen - ist ihre Dichte noch viel grösser.
Wird aus dem Streicheln eine ausgiebige Massage, belohnt uns die Hormonzentrale im Gehirn mit der Ausschüttung von Endorphinen. Diese Glückshormone bewirken, dass wir uns gut fühlen.
Gerade nach dem Sport lockert eine Massage die angespannten Muskeln. Wir kommen in einen entspannten Zustand. Mit aromatischen Massageölen, deren Duft wohltuend auf die Psyche wirkt, lässt sich dieser Effekt noch verstärken.

Nicht oder nur sanft massieren sollte man bei:

Verletzungen: Keine frisch vernarbten Stellen massieren. Eine sanfte Massage rund um die vernarbte Stelle kann den Heilungsprozess aber unterstützen.
Krampfadern: Keine Krampfadern massieren, sondern nur leicht mit den Händen über das Bein streichen.
Herzleiden: Nie bei einem Herzleiden massieren! Massieren kann sehr gut sein für das Herz, sollte aber in diesem Fall nur vom Arzt verschrieben werden.

Massagearten

Nackenmassage

Eine der einfachsten Methoden, um Verspannungen im Nackenbereich zu lösen, ist das Schulterheben. Die Schultern werden dabei so weit wie möglich nach oben gezogen und dann wieder fallen gelassen, um zu entspannen. Bei dieser Massagetechnik braucht man nicht einmal seine Hände.
Eine der besten Techniken, um Schadstoffe aus müden Muskeln zu lösen und die Blutzirkulation anzukurbeln, ist die Knetmassage, die man auch bei sich selbst anwenden kann. Wenn der Arm zu schmerzen beginnt, unterbricht man die Massage.
Die Muskeln der gegenüberliegenden Schulter kräftig durchkneten, um Verspannungen zu lösen. Dann mit knetenden Bewegungen über die ganze Schulter arbeiten und die Massage danach mit der anderen Hand auf der gegenüberliegenden Seite wiederholen. Die gesamte Nackenmuskulatur dann entlang der Halswirbelsäule mit kleinen kreisenden Knetgriffen mit den Fingern beider Hände massieren.

Belebende Gesichtsmassage

Mit kreisenden Bewegungen von der Stirn über die Schläfen bis zu den Wangen massieren. Den Druck verstärken, um die Verspannungen der Gesichtsmuskulatur zu lösen. Den Finger zu beiden Seiten an die Nasenwurzel legen und sanften Druck ausüben.
Mit den Fingerspitzen kräftig dem Augenbrauenbogen entlang streichen. Sanft seitlich der Nase hinunter massieren, über die Nasenflügel und die Wangen bis zur Kieferlinie, wo häufig Verspannungen sitzen.
Dabei darauf achten, nicht an der Haut zu ziehen, sondern mit kreisenden Bewegungen Verspannungen wegmassieren und dem Gesicht so Frische und einen strahlenden Teint verleihen.

Bei Erkältungen

Mit den Fingerspitzen von der Mitte der Stirne nach aussen massieren. Kleine Kreisbewegungen machen. Den Druck auf die Nebenhöhlen lösen, indem mit Daumen und Zeigefinger von innen nach aussen der Grat der Augenbrauen gekniffen wird.
Mit den Fingerspitzen kreisförmig gegen den Uhrzeigersinn über die Schläfen streichen, um das dumpfe Gefühl zu beseitigen, das Kopfschmerzen auslösen kann.
Die kleine Mulde unter dem Grat der Wangenknochen zeigt die Lage einiger Nebenhöhlen an.
Mit dem Daumen langsam darauf drücken, bis fünf zählen und den Druck wieder verringern.

Reflexzonenmassage

Reflexologen sind der Meinung, die Gesundheit lasse sich wieder herstellen, indem man Druck auf bestimmte Stellen des Körpers ausübe.
Dadurch würden nämlich blockierte Meridiane befreit, so dass alle Organe, Drüsen und andere Strukturen in der betroffenen Zone neue Energie erhielten.
Dabei drückt man bis zu drei Sekunden lang auf die Reflexpunkte an der Sohle, an der Seite und am Rücken der Füsse, mit der Seite oder der Spitze des Daumens oder eines anderen Fingers. Eine Nacken- und Schultermassage kann man überall und zu jeder Stunde geben!




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